Kaufberatung

Besteckschublade oder Besteckkorb — was beim schmalen Gerät sinnvoller ist

Die dritte Ebene kostet Höhe im Oberkorb, spart aber Fläche im Unterkorb. Bei 45 cm Breite fällt diese Rechnung anders aus als bei 60 cm.

Veröffentlicht am 12. August 2026

Besteckschublade oder Besteckkorb — was beim schmalen Gerät sinnvoller ist
Foto: Nenad Stojkovic · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Beim Geschirrspüler gibt es zwei Systeme, Besteck unterzubringen: den klassischen Besteckkorb, der im Unterkorb steht oder in die Tür eingehängt wird, und die Besteckschublade als flache dritte Ebene ganz oben. Beide haben in der 45-cm-Klasse spürbare Folgen für den Rest der Ladung.

Die Besteckschublade

Die Schublade liegt als flaches Fach über dem Oberkorb. Das Besteck wird einzeln hineingelegt, nicht gebündelt gestellt.

Vorteile:

  • Der komplette Unterkorb bleibt für Teller und Töpfe frei — bei 45 cm Breite ist das der wertvollste Platz im Gerät.
  • Liegendes Besteck berührt sich kaum, dadurch weniger Stellen, an denen Wasser stehen bleibt oder Reste haften.
  • Langes Besteck, Kellen und Schneebesen passen quer hinein.

Nachteile:

  • Die Schublade kostet Höhe. Der Oberkorb sitzt entsprechend tiefer, hohe Gläser und Weinkelche passen unter Umständen nicht mehr aufrecht.
  • Das Einräumen dauert länger, weil jedes Teil einzeln gelegt wird.
  • Stark verschmutzte Kellen, die schräg liegen, bekommen nicht immer den vollen Strahl ab.

Der Besteckkorb

Der Korb steht im Unterkorb oder hängt in der Tür. Besteck wird hineingestellt, meist mit dem Griff nach unten.

Vorteile:

  • Der Oberkorb bleibt in voller Höhe nutzbar — wichtig für hohe Gläser.
  • Schnelles Einräumen und schnelles Ausräumen, bei einem Türkorb ohne Bücken.
  • Kräftig verschmutztes Besteck steht direkt im Strahl des unteren Sprüharms.

Nachteile:

  • Der Korb belegt Fläche im Unterkorb. Bei 45 cm Breite ist das der Platz von zwei bis drei Tellern.
  • Löffel schachteln sich ineinander und werden an der Innenseite nicht sauber.
  • Griffe unten heißt: sauberes Besteck wird am Blatt angefasst.

Wie die Rechnung bei 45 cm ausfällt

In einem 60-cm-Gerät ist ein Besteckkorb im Unterkorb verkraftbar — dort bleibt genug Fläche übrig. Bei 45 cm ist der Unterkorb schmal, und ein hineingestellter Korb kostet spürbar Kapazität. Deshalb ist die Besteckschublade in dieser Klasse häufiger die sinnvollere Wahl.

Die Gegenrechnung geht über die Gläserhöhe. Wer regelmäßig Weinkelche spült, sollte im Datenblatt die nutzbare Höhe des Oberkorbs prüfen und mit dem höchsten eigenen Glas vergleichen — nicht mit einem Standardglas. Viele Geräte lassen den Oberkorb in zwei bis drei Stufen verstellen; entscheidend ist die Höhe in der unteren Position, denn nur dann bleibt darunter Platz für Teller.

Wie das Besteck jeweils hineingelegt gehört, damit sich Löffel nicht schachteln, steht unter Richtig einräumen.

Der Kompromiss: Türkorb

Manche Geräte bringen das Besteck in einem schmalen Korb an der Innenseite der Tür unter. Damit bleiben Unterkorb und Oberkorbhöhe frei. Der Nachteil: Die Kapazität ist begrenzt, große Kochlöffel passen nicht, und beim Öffnen der Tür tropft Wasser aus dem Korb auf den Boden vor dem Gerät.

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Wichtig beim Vergleich zweier Geräte: Die Angabe der Maßgedecke berücksichtigt das Bestecksystem bereits. Ein Gerät mit Besteckschublade und 10 Gedecken hat also tatsächlich mehr nutzbare Fläche für Teller als ein Korbgerät mit derselben Zahl.

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