Ein Geschirrspüler reinigt mit Wasserstrahlen, die geradlinig von den Sprüharmen ausgehen. Alles, was diese Strahlen abschattet, bleibt schmutzig. Bei einem 45-cm-Gerät ist die Fläche kleiner, die Sprüharme sind kürzer und die Ladung dichter — dieselben Beladungsfehler wirken sich deshalb stärker aus als bei einem breiten Gerät.
Die Grundregel
Alles, was hohl ist, wird nach unten oder schräg gestellt. Tassen, Schüsseln, Gläser, Behälter — die Öffnung zeigt zum Sprüharm, nie nach oben. Sonst füllt sich der Hohlraum mit Wasser, das Programm ist zu Ende, und man gießt beim Ausräumen den Rest über die Trockene.
Schräg statt gerade ist dabei besser als exakt kopfüber: Auf einem waagerechten Tassenboden steht am Ende ein Wasserfilm, auf einem geneigten läuft er ab.
Unterkorb
Der Unterkorb bekommt alles Große und alles Schmutzige — Teller, Töpfe, Pfannen, Auflaufformen. Er liegt direkt über dem unteren Sprüharm und hat den kräftigsten Strahl.
- Teller stehen aufrecht in den Halterungen, alle mit der schmutzigen Seite zur Mitte.
- Töpfe und Schüsseln kommen schräg an die Seiten, nie flach in die Mitte — dort blockieren sie den Sprüharm für alles darüber.
- Klappbare Tellerhalter herunterklappen, wenn große Teile hinein sollen. Die Halter sind dafür da, benutzt zu werden.
- Große Teile nicht so stellen, dass sie andere Teile abschirmen. Eine schräg stehende Auflaufform wirft in einem schmalen Gerät einen langen Schatten.
Kritisch bei 45 cm: Ein Backblech oder eine 28er-Pfanne passt oft nur diagonal — und blockiert dann den halben Unterkorb. Bevor man dafür eine ganze Ladung opfert, ist Handspülen die wirtschaftlichere Entscheidung.
Oberkorb
Der Oberkorb nimmt Gläser, Tassen, kleine Schalen und Kunststoffteile auf.
- Gläser zwischen die Zinken, nicht darüber. Über die Zinken gestülpte Gläser bekommen an der Auflagestelle einen matten Punkt und stehen instabil.
- Kunststoff gehört nach oben. Unten ist es dem Heizelement zu nahe und verzieht sich.
- Tassen leicht schräg auf die Ablage, Öffnung nach unten.
- Nichts darf über den Korbrand hinausragen und den oberen Sprüharm streifen. Prüfen: Sprüharm vor dem Schließen von Hand drehen. Dreht er nicht frei, dreht er im Betrieb auch nicht.
Der Oberkorb lässt sich bei den meisten Geräten in der Höhe verstellen. Die untere Position gibt oben Platz für hohe Gläser, kostet unten Platz für hohe Töpfe — eine Entscheidung pro Ladung, nicht pro Gerät.
Besteck
Im Besteckkorb steht Besteck gemischt und mit dem Griff nach unten. Gemischt, damit sich Löffel nicht ineinanderschachteln — zwei gleich ausgerichtete Löffel werden an der Innenseite nicht sauber. Messer gehören mit der Klinge nach unten hinein.
Welches der beiden Systeme beim schmalen Gerät sinnvoller ist, steht unter Besteckschublade oder Besteckkorb.
In der Besteckschublade liegt alles einzeln und ohne Überlappung. Löffel abwechselnd gedreht, damit sich die Laffen nicht decken.
Was nicht hineingehört
- Holz: Bretter und Kochlöffel quellen auf und reißen.
- Gusseisen und unbeschichtete Pfannen: Die Einbrennschicht geht verloren, es entsteht Flugrost.
- Aluminium ohne Eloxalschicht: läuft dunkel an.
- Handbemaltes Porzellan und Dekor mit Goldrand: Der Dekor löst sich.
- Kristallgläser mit Bleianteil: werden mit der Zeit blind.
- Sehr scharfe Messer: Die Schneide leidet unter der Chemie und dem Anstoßen.
- Thermoskannen mit doppelter Wand: Wasser dringt in den Zwischenraum und kommt nicht wieder heraus.
Vorspülen: nein
Grobe Reste abkratzen genügt. Wer unter fließendem Wasser vorspült, verbraucht mehr Wasser als der komplette Spülgang — und stört zusätzlich die Sensorik: Der Trübungssensor misst sauberes Wasser, das Gerät wählt ein kürzeres, kühleres Programm, und der Rest der Ladung leidet darunter.
Was allerdings herausgehört: Papier, Servietten, Zahnstocher, Knochen und große Speisereste. Sie landen im Sieb und im schlimmsten Fall in der Pumpe — siehe Reinigen und entkalken.
Vor dem Start
Drei Handgriffe, die Ärger sparen:
- Beide Sprüharme von Hand drehen — geht das nicht frei, umräumen.
- Klarspüler- und Salzanzeige kurz ansehen.
- Tür fest schließen, bis der Verschluss hörbar einrastet. Eine nur angelehnte Tür startet das Programm nicht oder bricht es ab.
