Vor jeder Prüfung im Gerät: Netzstecker ziehen und Eckventil schließen. Alles, wofür das Gehäuse geöffnet oder eine Verkleidung demontiert werden muss, gehört zum Kundendienst — Geschirrspüler führen Netzspannung dicht an wasserführenden Teilen.
Fehlercodes sind herstellerspezifisch. Ein „E15“ bedeutet bei zwei Marken nicht dasselbe, und es gibt keine allgemeingültige Tabelle. Was sich dagegen allgemein eingrenzen lässt, ist das Symptom. Die Bedienungsanleitung des eigenen Geräts nennt zu jedem Code die konkrete Bedeutung — meist im Abschnitt „Was tun, wenn …“.
Das Gerät startet nicht
- Tür nicht eingerastet. Der häufigste Fall. Die Tür muss hörbar schließen; bei integrierten Geräten kann eine schwere oder falsch justierte Möbelfront das verhindern — siehe Dekorplatte und Türfront.
- Kindersicherung oder Tastensperre aktiv.
- Zeitvorwahl unbeabsichtigt gesetzt.
- Keine Spannung. Sicherung geprüft? Steckdose mit einem anderen Gerät getestet?
Das Gerät zieht kein Wasser
- Eckventil geschlossen oder nicht ganz geöffnet.
- Zulaufschlauch geknickt hinter dem Gerät.
- Sieb im Zulauf verstopft. In der Verschraubung am Eckventil sitzt ein kleines Filtersieb. Wasser abstellen, Schlauch abschrauben, Sieb mit einer Zange herausziehen, ausspülen, einsetzen. Nach Arbeiten am Hausanschluss ist es regelmäßig zugesetzt.
- Aquastop hat ausgelöst. Das Ventil am Eckventil hat gesperrt, meist nach einem Wasseraustritt. Es ist keine rücksetzbare Sicherung im Sinne eines Schalters — hier gehört die Ursache gefunden.
Das Gerät pumpt nicht ab
Das mit Abstand häufigste Störungsbild, und in den meisten Fällen ohne Kundendienst zu lösen:
- Siebsystem verstopft. Herausdrehen, reinigen, bis zum Einrasten wieder einsetzen.
- Ablaufschlauch geknickt oder gequetscht, meist hinter dem Gerät.
- Blindkappe am Siphon nicht ausgestochen — bei einer Neuinstallation der Standardfehler, siehe Wasser- und Stromanschluss.
- Siphon selbst verstopft. Testen: Läuft das Spülbecken normal ab?
- Fremdkörper in der Ablaufpumpe. Bei vielen Geräten unter dem Sieb über eine Wartungsklappe erreichbar. Netzstecker ziehen, Restwasser mit einem Schwamm aufnehmen, Klappe öffnen, Flügelrad auf Glasscherben, Kerne und Etikettenreste prüfen. Handschuhe tragen.
Das Gerät heizt nicht
Erkennbar daran, dass das Geschirr am Ende kalt und schmierig ist. Mögliche Ursachen reichen vom Heizelement über den Temperaturfühler bis zur Steuerung — das ist ein Fall für den Kundendienst.
Vorher ausschließen lässt sich nur eines: dass versehentlich ein Kalt- oder Kurzprogramm gewählt wurde.
Das Geschirr wird nicht sauber
Fast immer kein Defekt:
- Sprüharme blockiert oder Düsen verstopft — siehe Reinigen und entkalken.
- Zu voll oder falsch beladen, große Teile schirmen kleine ab — siehe Richtig einräumen.
- Reiniger lose eingelegt statt in der geschlossenen Kammer.
- Tab im Kurzprogramm nicht aufgelöst — siehe Tabs, Pulver oder Gel.
- Von Hand vorgespült, der Trübungssensor wählt daraufhin ein zu kurzes Programm.
Das Geschirr bleibt nass
Kein Defekt, sondern das Verfahren: Kondensationstrocknung lässt Kunststoff nass. Details und Abhilfe unter Trocknungsverfahren. Zweiter Punkt: fehlender oder zu niedrig dosierter Klarspüler.
Wasser läuft aus
Sofort Eckventil schließen und Netzstecker ziehen. Häufige Stellen:
- Türdichtung verschmutzt, verhärtet oder eingerissen. Ein Verschleißteil, das sich tauschen lässt.
- Gerät steht schief — die Tür schließt dann nicht plan. Mit der Wasserwaage prüfen.
- Schaum aus der Tür: Es wurde Handspülmittel eingefüllt. Gerät ausschalten, Schaum entfernen, mehrere Klarspülgänge ohne Reiniger fahren.
- Undichtigkeit an Zulauf oder Ablauf — Verschraubungen prüfen.
Wann der Kundendienst dran ist
Bei allem, was Heizung, Umwälzpumpe, Steuerung, Wasserweiche oder das Türschloss betrifft — und immer dann, wenn dafür eine Verkleidung geöffnet werden müsste. Ob sich die Reparatur gegenüber einem Neukauf lohnt, ist unter Lebensdauer und Reparatur beschrieben.
