Reiniger für den Geschirrspüler gibt es als Pulver, als Gel und als Tab, letzteren meist als Kombitab mit Klarspüler und Enthärter. Die Wirkstoffe sind weitgehend dieselben — der Unterschied liegt darin, wann und wie schnell sie freigesetzt werden.
Pulver
Vorteil: die Dosierung ist frei wählbar. Bei einer halbvollen Ladung wird weniger genommen, bei stark verschmutztem Geschirr mehr. Das macht Pulver zur sparsamsten Variante und zur einzigen, die sich an die Ladung anpassen lässt.
Zweiter Vorteil: Ein Teil des Pulvers kann direkt in den Innenraum oder in die Vorspülkammer der Tür gegeben werden. Es wirkt dann bereits im Vorspülgang — sinnvoll bei stark eingetrocknetem Geschirr.
Nachteil: Es zieht Feuchtigkeit. In einem offenen Karton neben der Spülmaschine verklumpt es. Und die freie Dosierung heißt in der Praxis oft: zu viel.
Gel
Löst sich sofort und vollständig auf, unabhängig von der Wassertemperatur.
Vorteil: die richtige Wahl für Kurz- und Kaltwasserprogramme, in denen ein Tab keine Zeit zum Auflösen hat. Auch schonend zu empfindlichen Gläsern, weil keine ungelösten Partikel im Umlauf sind.
Nachteil: Gel enthält in der Regel keine oder nur schwache Bleichmittel und Enzyme in geringerer Konzentration. Tee- und Kaffeeränder sowie eingetrocknete Stärke bleiben eher stehen als bei Pulver oder Tab.
Tabs
Der Standard in den meisten Haushalten, weil er die Dosierfrage abschafft.
Vorteil: eine Einheit pro Ladung, keine Entscheidung, keine Sauerei. Kombitabs enthalten zusätzlich Klarspüler und Enthärter.
Nachteile, die man kennen sollte:
- Feste Dosierung. Bei einer kleinen oder leicht verschmutzten Ladung wird zwangsläufig zu viel Reiniger verbraucht.
- Auflösezeit. Ein Tab braucht Zeit und Temperatur. In einem Kurzprogramm unter etwa einer Stunde löst er sich häufig nicht vollständig auf — in der Kammer bleibt dann ein Rest, und auf dem Geschirr liegt ein Belag. Für Kurzprogramme also Pulver oder Gel.
- Der Enthärter ersetzt kein Salz. Ab dem mittleren Härtebereich wird zusätzlich Regeneriersalz gebraucht — siehe Wasserhärte, Salz und Klarspüler.
- Die Folie. Die wasserlösliche Umhüllung mancher Tabs braucht ebenfalls Temperatur. Sie gehört nicht abgezogen, es sei denn, der Hersteller schreibt es ausdrücklich.
Was in welche Kammer gehört
Der Reiniger gehört in die verschlossene Hauptkammer, nicht lose in den Innenraum. Wird er lose eingelegt, löst er sich bereits im Vorspülgang auf und ist im Hauptspülgang — dort, wo er wirken soll — schon weggespült.
Die kleine offene Vertiefung daneben ist die Vorspülkammer. Dort hinein gehört, wenn überhaupt, nur ein Löffel Pulver bei stark verschmutztem Geschirr.
Der Klarspülerbehälter ist der mit dem Schraubdeckel und der Füllstandsanzeige, der Salzbehälter sitzt im Boden.
Zusammenfassung
| Pulver | Gel | Tab | |
|---|---|---|---|
| Dosierung anpassbar | ja | teilweise | nein |
| Kurzprogramm geeignet | ja | ja | nein |
| Reinigungsleistung bei Eingetrocknetem | hoch | mittel | hoch |
| Klarspüler enthalten | nein | teilweise | bei Kombitabs |
| Salz zusätzlich nötig | ja | ja | ab mittlerer Härte ja |
| Bequemlichkeit | gering | mittel | hoch |
Praktische Empfehlung: Tabs als Standard für das Eco- und Automatikprogramm, dazu eine Packung Pulver oder Gel für Kurzprogramme und kleine Ladungen. Und in beiden Fällen Salz und Klarspüler getrennt im Blick behalten — der Kombitab nimmt einem diese Aufgabe nicht vollständig ab.
Was nicht hineingehört
Handspülmittel. Es schäumt, und der Schaum drückt bei laufender Umwälzpumpe aus der Tür. Im Ergebnis steht die Küche unter Wasser und die Pumpe zieht Luft. Für die Reinigung des Geräts selbst gibt es Maschinenreiniger, siehe Reinigen und entkalken.
