Nutzung & Pflege

Geschirrspüler reinigen, entkalken und die häufigsten Störungen

Sieb, Sprüharme, Türdichtung und Salzeinstellung: die Wartungsroutine für schmale Geschirrspüler und was hinter Kalkschleier und Geruch steckt.

Veröffentlicht am 12. August 2026

Geschirrspüler reinigen, entkalken und die häufigsten Störungen
Foto: Angelina2020 · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Ein Geschirrspüler reinigt sich nicht selbst mit. Fett, Kalk und Speisereste sammeln sich an vier Stellen, und wenn das Spülergebnis nachlässt, liegt es fast immer an einer davon.

Die Wartungsroutine

Wöchentlich: Sieb. Das Siebsystem sitzt in der Bodenmitte und besteht meist aus einem Grobsieb, einem Feinsieb und einem Mikrosieb. Es wird herausgedreht, unter fließendem warmem Wasser mit einer Spülbürste gereinigt und wieder eingesetzt — bis es einrastet. Ein nur aufgelegtes Sieb lässt Reste in die Pumpe.

Monatlich: Sprüharme. Beide Arme abnehmen (der obere ist meist geschraubt oder gesteckt, der untere abgezogen) und die Düsen gegen das Licht prüfen. Verstopfte Düsen mit einem Zahnstocher oder einer aufgebogenen Büroklammer durchstoßen, dann den Arm unter fließendem Wasser durchspülen. Verstopfte Düsen sind die häufigste Ursache dafür, dass eine Ladung stellenweise sauber und stellenweise ungespült herauskommt.

Monatlich: Türdichtung und Türfalz. Der Gummi wird mit einem feuchten Tuch ausgewischt, ebenso die Kante unterhalb der Tür — dort sammelt sich stehendes Wasser mit Fett, und genau dort entsteht der typische Geruch. Diese Stelle wird von keinem Programm erreicht.

Alle ein bis zwei Monate: Maschinenreiniger. Ein Reinigerlauf im heißesten Programm ohne Geschirr löst Fettablagerungen in Pumpe, Schläuchen und Wärmetauscher. Wer viel fettiges Geschirr spült, macht es häufiger.

Bei Bedarf: Entkalken. Ist die Enthärtungsanlage richtig eingestellt und Salz vorhanden, ist Entkalken selten nötig — wie das geht, steht unter Wasserhärte, Salz und Klarspüler. Nach längerem Betrieb mit falscher Einstellung hilft ein Entkalkerlauf.

Die drei häufigsten Beschwerden

Weißer Belag auf Gläsern und Besteck

Zwei völlig verschiedene Ursachen, die sich unterscheiden lassen:

  • Lässt sich der Belag abwischen oder verschwindet er unter Essigwasser? Dann ist es Kalk. Ursache: Salz fehlt, oder die Wasserhärte ist zu niedrig eingestellt. Die tatsächliche Härte gibt der örtliche Wasserversorger an; sie wird im Geräteprogramm eingestellt.
  • Bleibt der Belag matt und lässt sich nicht abwischen? Dann ist es Glaskorrosion — irreversible Schädigung der Glasoberfläche. Ursache: zu heiße Programme, zu weich eingestelltes Wasser oder empfindliche Gläser. Hier hilft nur, künftig kühler zu spülen und die Härte korrekt einzustellen.

Wichtig: Auch bei Verwendung von Kombitabs („All in 1“) sollte Salz eingefüllt werden, sobald die Wasserhärte im mittleren oder harten Bereich liegt. Die Enthärtung im Tab reicht dafür nicht.

Geruch

Der muffige Geruch kommt fast nie aus dem Innenraum, sondern von drei Stellen:

  1. Türfalz und Dichtungsunterseite — auswischen.
  2. Sieb — reinigen, besonders die Unterseite des Grobsiebs.
  3. Ablaufschlauch mit Rückstau — wenn der Schlauch keinen ausreichenden Hochpunkt hat, steht Wasser in der Leitung. Siehe Wasser- und Stromanschluss.

Hilft das nicht, ist ein Maschinenreinigerlauf fällig. Wer die Tür nach dem Ausräumen einen Spalt offen lässt, verhindert das Problem weitgehend.

Wasser steht im Innenraum

Ein Fingerbreit Wasser im Siebtopf ist normal und dient als Geruchsverschluss. Steht der Boden voll:

  1. Sieb prüfen — verstopft?
  2. Ablaufschlauch prüfen — geknickt, gequetscht, hinter dem Gerät eingeklemmt?
  3. Siphon-Anschluss prüfen — bei einer Neuinstallation: Wurde die Blindkappe am Geräteanschluss ausgestochen?
  4. Ablaufpumpe prüfen — bei vielen Geräten über eine Wartungsklappe unter dem Sieb erreichbar. Glasscherben, Obstkerne und Etikettenreste sind die typischen Fundstücke. Vorher den Netzstecker ziehen.

Was das Gerät sonst noch braucht

Klarspüler sorgt dafür, dass Wasser als Film abläuft statt Tropfen zu bilden — er ist der Grund, warum Gläser streifenfrei trocknen. Bei Geräten mit Kondensationstrocknung ist er praktisch Pflicht. Bleiben Streifen zurück, ist die Dosierung zu hoch; bleiben Tropfen stehen, zu niedrig.

Salz regeneriert die Enthärtungsanlage. Es gehört ausschließlich in den dafür vorgesehenen Behälter im Boden, niemals in das Reinigerfach. Beim ersten Befüllen wird zusätzlich Wasser eingefüllt. Übergelaufenes Salz sollte weggewischt und danach ein Spülgang gefahren werden, da Salzreste den Edelstahl angreifen.

Reiniger gehört in die Kammer, nicht lose in den Innenraum — dort löst er sich zu früh auf und ist im Hauptspülgang schon weg.

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