Jeder Geschirrspüler hat eine eingebaute Enthärtungsanlage — einen Ionenaustauscher, der Kalzium und Magnesium aus dem Zulaufwasser gegen Natrium tauscht. Sie muss auf die örtliche Wasserhärte eingestellt werden, und sie braucht Regeneriersalz.
Beides passiert bei der Inbetriebnahme oft nicht. Das Ergebnis zeigt sich vier Wochen später auf den Gläsern.
Schritt 1: Die eigene Wasserhärte ermitteln
Der Wert kommt vom örtlichen Wasserversorger. Nahezu alle veröffentlichen ihn auf ihrer Website unter „Trinkwasseranalyse“ oder „Wasserhärte“, meist getrennt nach Versorgungsgebiet — in größeren Städten kann er sich zwischen zwei Stadtteilen unterscheiden.
Angegeben wird er in Grad deutscher Härte (°dH) oder in Millimol pro Liter. Die gesetzlichen Härtebereiche:
| Bereich | °dH | mmol/l |
|---|---|---|
| weich | unter 8,4 | unter 1,5 |
| mittel | 8,4 bis 14 | 1,5 bis 2,5 |
| hart | über 14 | über 2,5 |
Teststreifen aus dem Handel funktionieren ebenfalls, sind aber ungenauer als die Angabe des Versorgers. Manchen Geräten liegt ein Streifen bei.
Schritt 2: Den Wert im Gerät einstellen
Der Weg unterscheidet sich je Hersteller — meist über eine Tastenkombination beim Einschalten oder über ein Einstellungsmenü. Er steht in der Bedienungsanleitung unter „Wasserenthärtungsanlage“.
Die Skala des Geräts ist nicht identisch mit °dH: Die meisten Geräte haben Stufen von H00 bis H07 oder ähnlich, denen die Anleitung jeweils einen °dH-Bereich zuordnet. Den eigenen Wert in dieser Tabelle suchen, nicht die Gradzahl direkt eintippen.
Bei sehr weichem Wasser (unter etwa 4 °dH) kann die Enthärtung auf null gestellt werden — dann wird kein Salz benötigt. Bei allem darüber wird sie gebraucht.
Schritt 3: Salz einfüllen
Regeneriersalz gehört ausschließlich in den Behälter im Geräteboden, nie in die Reinigerkammer. Es ist grobkörnig und besonders rein; normales Speisesalz enthält Rieselhilfen, die die Anlage verstopfen können.
Beim ersten Befüllen wird der Behälter zusätzlich mit Wasser aufgefüllt, damit sich das Salz löst. Danach wird nur noch Salz nachgefüllt.
Übergelaufenes Salz sofort wegwischen und einen Spülgang starten — Salzlauge greift Edelstahl an. Das gilt besonders, wenn nachgefüllt und dann tagelang nicht gespült wird.
Die Kombitab-Falle
Kombitabs („All in 1“, „Alles in einem“) enthalten Reiniger, Klarspüler und einen Enthärter. Daraus wird häufig geschlossen, dass Salz überflüssig sei.
Das gilt nur bei weichem Wasser. Ab dem mittleren Härtebereich reicht der Enthärter im Tab nicht, und die Geräteanlage muss ergänzend arbeiten — also mit Salz. Die Hersteller schreiben das in die Anleitung; auf der Tab-Packung steht es kleiner.
Praktischer Test: Bildet sich nach einigen Wochen ein abwischbarer weißer Film auf Gläsern und Besteck, fehlt Salz oder die Härte ist zu niedrig eingestellt.
Klarspüler
Klarspüler ist kein Reiniger. Er setzt die Oberflächenspannung herab, sodass das Wasser als zusammenhängender Film abläuft statt Tropfen zu bilden. Genau daran hängt das Trocknungsergebnis — bei Geräten mit Kondensationstrocknung ist er praktisch Pflicht, siehe Trocknungsverfahren.
Die Dosierung ist einstellbar:
- Streifen und Schlieren auf Gläsern → Dosierung zu hoch.
- Wassertropfen und Flecken nach dem Trocknen → Dosierung zu niedrig.
Auch hier gilt: Bei Kombitabs ist Klarspüler enthalten, aber die enthaltene Menge ist ein Kompromiss. Wer trotz Kombitabs Tropfen auf den Gläsern hat, füllt zusätzlich Klarspüler ein.
Der Unterschied zwischen Kalk und Glaskorrosion
Beide sehen zunächst ähnlich aus, haben aber gegensätzliche Ursachen:
- Kalk ist abwischbar oder löst sich in Essigwasser. Ursache: zu wenig Enthärtung, fehlendes Salz.
- Glaskorrosion ist ein irreversibler matter Schleier, der bleibt. Ursache unter anderem: zu heiße Programme und zu weich eingestelltes Wasser bei empfindlichen Gläsern.
Wer den Härtegrad zu hoch einstellt, um „sicherzugehen“, erzeugt also das zweite Problem, um das erste zu vermeiden. Der korrekte Wert ist der Wert des Versorgers — nicht mehr und nicht weniger. Mehr dazu unter Reinigen und entkalken.
