Der Anschluss an ein vorhandenes Eckventil, einen vorhandenen Siphon-Stutzen und eine vorhandene Steckdose ist eine normale Heimwerkerarbeit. Sobald fest verlegte Wasser- oder Elektroleitungen verändert, verlängert oder neu gesetzt werden, gehört das in die Hand eines Fachbetriebs.
Vorher
Alle Maße müssen stimmen, bevor das Gerät ausgepackt wird: Ein aufgebautes und angeschlossenes Gerät nimmt kein Händler mehr zurück. Wie gemessen wird, steht unter Nischenmaß richtig messen; die fertigen Werte prüft der Nischenmaß-Rechner in einem Durchgang gegen die Sollmaße.
Werkzeug: Wasserwaage, Kreuzschlitz- und Schlitzschraubendreher, Maulschlüssel oder Wasserpumpenzange (SW 24 für die 3/4-Zoll-Verschraubung), Kartonunterlage, Taschenlampe, Eimer und Lappen.
Die zehn Schritte
1. Auspacken und Transportsicherungen entfernen. Styroporecken, Klebestreifen an den Körben und gegebenenfalls eine Transportschraube. Das Gerät nicht auf dem Boden schieben — auf Karton stellen und ziehen, sonst zerkratzt der Boden.
2. Anleitung herausnehmen und die Maßzeichnung ansehen. Insbesondere Position von Zulauf, Ablauf und Kabel auf der Rückseite. Danach richtet sich, wo die Schläuche später liegen.
3. Schläuche und Kabel nach hinten legen und durch die Nische führen. Erst dann das Gerät einschieben. Wer zuerst schiebt und dann fädelt, knickt den Ablaufschlauch — die häufigste Ursache für „das neue Gerät pumpt nicht ab“.
4. Wasserzulauf anschließen. 3/4-Zoll-Überwurfmutter handfest auf das Eckventil, dann eine Vierteldrehung mit dem Schlüssel. Die Dichtung sitzt in der Mutter, zusätzliches Hanf oder Teflonband ist nicht nötig und drückt die Dichtung schief. Aquastop-Schläuche werden nie gekürzt oder verlängert — im Gehäuse am Ventilende sitzt Elektronik.
5. Ablauf anschließen. Am Siphon-Stutzen mit einer Schlauchschelle sichern. Bei einem neuen Siphon zuerst die werkseitige Blindkappe ausstechen, sonst pumpt das Gerät gegen eine Wand. Den vorgeschriebenen Hochpunkt einhalten — Details unter Wasser- und Stromanschluss.
6. Gerät einschieben und ausrichten. Wasserwaage längs und quer auf die geöffnete Tür oder den Gerätedeckel legen, dann die Schraubfüße einstellen. Der hintere Fuß lässt sich bei den meisten Geräten von vorn über eine Schraube verstellen. Ein schiefes Gerät schließt die Tür nicht dicht und läuft lauter.
7. Gerät befestigen. Mit den beiliegenden Winkeln an die Unterseite der Arbeitsplatte oder seitlich an den Korpus. Bei Stein- und Massivholzplatten immer seitlich, nie in die Platte bohren. Ohne Befestigung kippt das Gerät beim Öffnen der beladenen Tür nach vorn.
8. Strom anschließen. Schutzkontaktsteckdose im Nachbarschrank, nicht hinter dem Gerät, keine Mehrfachsteckdose, keine Verlängerung.
9. Möbelfront montieren — nur bei teil- oder vollintegrierten Geräten. Nach Schablone bohren, Türfeder auf das Frontgewicht einstellen, Fugenbild ausrichten. Siehe Dekorplatte und Türfront.
10. Inbetriebnahme. Eckventil ganz öffnen, alle Verbindungen bei laufendem Wasser kontrollieren, Salz einfüllen (beim ersten Mal zusätzlich Wasser), Wasserhärte einstellen, Klarspüler einfüllen und einen Leerlauf im heißesten Programm ohne Geschirr fahren.
Die Schritte 6 und 7 gelten besonders für unterbaufähige Geräte, die ohne Möbelfront direkt unter der Platte sitzen.
Die fünf typischen Fehler
- Ablaufschlauch geknickt hinter dem Gerät — Nische zu flach oder Schlauch vor dem Einschieben nicht verlegt.
- Blindkappe am Siphon nicht ausgestochen — Gerät meldet Ablauffehler beim allerersten Lauf.
- Gerät nicht befestigt — kippt beim Ausziehen des beladenen Unterkorbs.
- Steckdose hinter dem Gerät — kostet Nischentiefe und ist im Störungsfall unerreichbar.
- Wasserhärte nie eingestellt — Kalkschleier auf allen Gläsern nach wenigen Wochen, siehe Wasserhärte, Salz und Klarspüler.
Nach dem Einbau
Der alte Geschirrspüler muss fachgerecht entsorgt werden; Händler sind unter bestimmten Voraussetzungen zur Rücknahme verpflichtet. Was gilt, steht unter Altgerät entsorgen.
