„Für zwei Personen lohnt sich das doch nicht“ ist der Standardeinwand — und er stimmt nur, wenn man das falsche Gerät wählt.
Die Wasserrechnung
Ein moderner Geschirrspüler im Eco-Programm kommt mit deutlich weniger Wasser aus, als Handspülen unter fließendem Wasser braucht. Selbst gegenüber dem Spülen in zwei Becken — eines mit Spülwasser, eines zum Klarspülen — bleibt das Gerät im Vorteil, sobald es voll läuft.
Dazu kommt der Energieanteil: Beim Handspülen wird das Wasser über die Warmwasserbereitung erwärmt, meist auf eine Temperatur, die die Hände aushalten. Das Gerät heizt gezielt und nur die Menge, die es tatsächlich umwälzt.
Der Vergleich gilt aber nur für die volle Maschine. Eine halbvolle Maschine verliert gegen das Handspülen von fünf Tellern deutlich.
Warum die Gerätegröße hier alles entscheidet
Genau an diesem Punkt scheitert das 60-cm-Gerät im Zwei-Personen-Haushalt. Es braucht 12 bis 14 Maßgedecke. Die kommen in zwei bis drei Tagen zusammen. In der Zwischenzeit steht das schmutzige Geschirr im Gerät, trocknet an und riecht — und wer das nicht will, startet halbvoll und verliert die gesamte Ersparnis.
Ein 45-cm-Gerät mit 9 bis 10 Gedecken ist nach einem normalen Tag voll. Es läuft täglich, im Eco-Programm, mit einer Ladung, die den Verbrauch rechtfertigt.
Für den kleinen Haushalt ist die schmale Maschine also nicht der Kompromiss, sondern die passende Größe. Die vollständige Gegenüberstellung steht unter 45 cm oder 60 cm.
Wann sich ein Gerät wirklich nicht lohnt
Es gibt Fälle, in denen der Einwand berechtigt bleibt:
- Sehr wenig Geschirr. Wer überwiegend auswärts isst und pro Tag eine Tasse und einen Teller benutzt, füllt auch ein 45-cm-Gerät nicht in einer Woche. Hier ist ein Kompaktgerät die passende Größe, siehe Tischgeschirrspüler.
- Kein Wasseranschluss in Reichweite. Nachrüsten kann teurer werden als das Gerät.
- Kurze Mietdauer ohne Küchenzeile. Dann eher ein freistehendes Gerät, das mitziehen kann — siehe Bauformen.
Was im kleinen Haushalt sonst noch spricht
Hygiene. Ein Geschirrspüler spült bei Temperaturen, die von Hand nicht erreichbar sind. Für Schneidbretter und Behälter ist das ein realer Unterschied.
Der Spüllappen. Er ist im Haushalt der Gegenstand mit der höchsten Keimbelastung. Wer nicht mehr von Hand spült, benutzt ihn seltener.
Zeit. Zehn Minuten am Tag sind über ein Jahr rund 60 Stunden.
Praktische Konsequenzen für den Betrieb
- Jeden Tag starten, auch wenn noch eine Handbreit Platz ist. Zu drei Vierteln gefüllt verbraucht praktisch dasselbe wie voll — aber angetrocknete Reste kosten das nächste Mal ein längeres Programm.
- Eco als Standard. Die Laufzeit spielt keine Rolle, wenn das Gerät nachts oder tagsüber läuft.
- Nicht vorspülen. Der Trübungssensor braucht die Information, siehe Programme und Funktionen.
- Wasserhärte korrekt einstellen. Im kleinen Haushalt läuft die Maschine seltener; falsch eingestellte Enthärtung fällt dann umso schneller als Kalkschleier auf, siehe Wasserhärte, Salz und Klarspüler.
